Ecotourism in the Ibera Marshes

Horseback riding

Die Kultur der Provinz Corrientes, welche oft von der Schönheit des Ibera Marshess in den Schatten gestellt wird, zieht die meisten Besucher in ihren Bann.

Die Reit-Tour startet im Dorf und führt durch die ruhigen Strassen, wo wir typische Lehmhäuser sehen. Anschliessend reiten wir durch Palmenwälder der Lagune entlang.

Corrientes ist in Sachen Viehwirtschaft eine der wichtigsten Regionen Argentiniens. So wird in der Stadt Mercedes eine der wesentlichsten Viehausstellung des Landes abgehalten (diese findet jedes Jahr jeweils im September statt). Die Farmen (sogenannte Estancias) sind Grossgrundbesitze, alteingesessen aus den Kolonialzeiten, auf welchen Viehwirtschaft betrieben wird. Dies sind meistens Rinderzuchten auf offenem Land. In der Nähe von Carlos Pellegrini finden wir Reisplantagen, welche seit fast einem Jahrhundert bestehen. Damals wurde die gesamte Arbeit noch von Hand gemacht, weshalb für die Saat, die Ernte sowie die Trocknung des Korns viele Arbeitskräfte benötigt wurden. Heutzutage haben sich die Dinge geändert, der technische und mechanische Fortschritt ist auch hier auf dem Land angekommen, weshalb wir nun mehr Maschinen als wie Personen auf den Felder sehen. Jedoch gibt es eine Person, welche trotz der Veränderungen genauso wie eh und je seine Arbeit verrichtet: der Gaucho, welcher als Träger einer uralten Kultur im Mittelpunkt steht. Diese Kultur ist auf den Einfluss der Guarani, der Jesuiten und danach der Europäer (meist Spanier oder Italiener) zurückzuführen. Der Lebensstil der Gauchos hat sich in einigen Aspekten verändert, jedoch sind einige Merkmale bis heute unverändert: die Kleidung, die Musik, die Sprache sowie der Glaube.

Der Ausflug in der Kutsche durch die Strassen des Dorfes ist eine Variante für Leute, die nicht reiten möchten.

Der Kleidungsstil ist auf die Notwendigkeiten der Arbeit sowie auf das Klima zurückzuführen: ein breiter Hut aus Tuch um sich vor der starken Sonne zu schützen, die Bombacha (eine breite und bequeme Stoffhose), einen Lederschutz an der Hüfte, welcher die Haut während dem Einsatz mit dem Lasso schützt, die Gamaschen aus dickem Leinenstoff, welche den Reiter vor dornigen ästen schützen. Wenn ein Gaucho auf ein Fest geht, ändert sich die Kleidung nur in den Farben. Diese wird vorwiegend in Rot, Blau oder Grün gewählt, je nachdem welche politische Meinung der Träger vertritt.

Die Sprache der Guarani ist das grösste Erbe der ursprünglichen Ansiedler. Die Gauchos sind die Überträger dieser vielfältigen jedoch auch sehr komplexen Sprache. Einige ihrer Laute sind grundverschieden zum Spanisch, weshalb es viel Zeit und Praktik braucht, um diese Sprache zu erlernen. Die Sprache Guarani finden wir heute noch in Namen von Ortschaften, Pflanzen oder Tieren, jedoch sind diese vielfach mit spanischen Ausdrücken ein wenig vereinfacht worden. Der Chamamé, die authentische Musik der ländlichen Gegend, wird mit dem Akkordeon und der Gitarre gespielt. Wie bei jeder anderen Musikart gibt es auch beim Chamamé verschiede Stilrichtungen. Einige Lieder sind langsam mit romantischen Texten oder Legenden, andere sind schnell und erzählen Anekdoten oder von trivialen Vorkommnissen.

Lederstiefel und Sporen sind Teil der Kleidung der Gauchos, wenn diese ausgehen um Chamamé zu tanzen. Im Takt des Akkordeons und der Gitarre wird mit einer Art Stepptanz mit den Stiefelabsätzen auf den Boden gestampft.

Ein anderes Thema von welchem die Musik handeln kann, ist die Religion oder der Glaube. Die Präsenz der Jesuiten in der ländlichen Gegend spiegelt sich im starken Katholismus wieder, jedoch existiert auch eine grosse Zuneigung zu heidnischen Göttern und Legenden. Aus all diesen Glaubensrichtungen sticht einer heraus. Gaucho Gil, dessen Figur gemeinsam mit den katholischen Heiligen in der Religion der Landsleute fest verwurzelt ist. Ebenfalls existieren Legenden und Erzählungen, welche von Generation zu Generation übertragen werden, in welchen die Landsleute fest daran glauben, dass es Wolfsmenschen oder Kobolde gibt.

Der Reitausflug führt uns durch die ruhigen Strassen des Dorfes und geht weiter auf das Land, wo wir durch den Palmenwald an der Lagunenküste entlang streifen. Der Tourenführer wird nicht nur den weniger geübten Reitern helfen, sondern uns auch über die Geschichten und Charakterzüge des Dorfes erzählen. Der Ritt dauert ungefähr 2 Stunden. Es ist keine Reiterfahrung notwendig, da die Pferde sehr zahm und folgsam sind. Es ist jedoch nicht empfehlenswert für Menschen, die körperliche Beschwerden haben. Es ist wichtig zu betonen, dass bei dieser Exkursion nicht so viele Tiere gesehen werden wie bei den anderen Ausflügen. Die Landschaft und die Unmenge an Vögeln die wir sehen, entschädigen uns jedoch dafür.

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