Ecotourism in the Ibera Marshes

WALKINGS THROUGH PATHS

Eine Vielzahl an Jungtieren der Wasserschweine ernähren sich in nächster Umgebung des Besucherzentrums, ohne sich dabei von den Menschen stören zu lassen.

Obwohl grösste Teile vom Naturreservat Iberá mit Wasser bedeckt sind, finden sich viele andere Ambiente. Die Besucher sind teils überrascht, dass sie hier auch auf laubreiche Wälder, Heideland, Palmen und Akaziensteppen stossen.

Die Wälder gehören zur Art "hydrophil", was feuchtigkeitsliebend heisst. Diese zeichnen sich durch hunderte von Pflanzenarten aus, welche auch aus benachbarten ökoregionen (z.B. Waldgewächse aus der Provinz Missiones oder Dornpflanzen aus der Provinz Chaco) zusammengekommen sind. Die meist verbreiteten Arten sind die Surinamkirsche, die Texas Olive und die Guave. In der Unterschicht finden wir Pflanzen mit prachtvollen Blüten: rote Zaunbromelien, Jasmin oder weisse und violette Lilien. Auf/An den Bäumen wachsen ebenfalls Pflanzen, die jedoch keine Parasiten sind (Epiphyten), welche aber diese höhergelegenen Positionen wählen, um mehr Sonne abzubekommen. Dies sind zum Beispiel rote und gelbe Bromelien, welche Regenwasser ansammeln und somit den Tieren als natürlicher Wasserspender dienen, sowie Kakteen, Orchideen und Spanisches Moos.

Über dem Walddach finden wir grosse Bäume wie Lapacho, Pacara und Patagonula, sowie Gelee- und Carandapalmen. Leider wurden viele der hohen Bäume abgeholzt, bevor die Region als Naturreservat geschützt wurde.

Aufmerksamkeitserregende Pilze bringen Farbe in den Wald. Jedes Stückchen abgestorbenes Holz fügt sich irgendwann wieder im Zyklus ein, da es sich hierbei ebenfalls um organisches Material handelt.

Die Wälder sind umrundet von Heideland, Wassertümpeln sowie Sumpfland. Im Heideland ist vor allem trockenheitsliebende Vegetation anzutreffen, wie zum Beispiel Stroh und Akazien. Beim ersten Blick wirkt diese Vegetation gehaltloser als wie der Wald, dafür ist sie umso reicher an Tieren. Hier finden sich Füchse, Hirsche, Wasserschweine sowie viele Vögel.

Im Buschland leben hunderte von Vögeln, jedoch muss man einen scharfen Blick haben, um diese zu lokalisieren. Vorrangig ist es hier, alle unsere Sinne einzusetzen: Geruchssinn und allen voran das Gehör. Wenn wir uns hier einen Moment ruhig verhalten wird es nicht lange dauern, um sie zu entdecken. Deren Gesang sowie deren farbiges Gefieder erregen ebenfalls unsere Aufmerksamkeit. Hier können wir fast 10 Spezies von Spechten finden, vom grossen Weissmantelspecht (ca. 30 cm) bis hin zum winzigen Zebrazwergspecht (ca. 8 cm). Speziell sind auch die Tangaren und die Kardinale zu erwähnen, welche sich vor allem durch ihre brillanten Farben gut in der grünen Vegetation ausmachen lassen. Der wunderschöne und abwechslungsreiche Gesang der Kassiken hinterlässt ein Echo in den Wäldern.

Dank ihren Schwänzen können sich die Brüllaffen sehr geschickt im Wald fortbewegen um sich mit Früchten, zarten Sprossen sowie Wasser, welches in den Bromelien gespeichert wird, zu verpflegen.

Ferner sieht man Wasserschweinherden, Hirsche patrouillieren an den Ufern (vor allem in den ersten und letzten Stunden des Tages), manchmal sogar gemeinsam mit Jungtieren. Zweifellos sind die Affen die Hauptattraktion des Waldes. In dieser Region leben die Brüllaffen. Ihren Namen verdanken sie dem lauten Geheul, welches sie ausstossen um ihr Territorium zu markieren. Dieses Gebrüll ist auf viele Kilometer Distanz zu hören.

Die Hilfe des lokalen Tourenführers ist grundlegend. Mit seiner langjährigen Erfahrung kann er die Merkmale des Waldes erklären, kennt die wichtigsten Pflanzen und Bäume sowie deren medizinischen Gebrauch und ist mit den wichtigsten Legenden vertraut, an welche bis heute geglaubt wird. Der wichtigste Punkt jedoch ist, dass der Führer mit seinen geübten Augen und Ohren auch die Tiere entdeckt, welche sich sehr gekonnt in der Vegetation tarnen.

Diese Exkursion beinhaltet ebenfalls den Eintritt im Besucherzentrum, welches sich in der Parkwächterstation befindet. Das Center besitzt einen Saal mit Fotografien, Landkarten sowie Modellen, welche helfen zu verstehen, wie das gesamte ökosystem im Reservat Iberá funktioniert. Ebenfalls findet man dort einen kleinen Kinosaal, in welchem man sich Dokumentarfilme über die Natur und die Kultur der Region anschauen kann.

Es empfiehlt sich, bequemes Schuhwerk, bei Regen Gummistiefel oder wasserdichte Schuhe, Insektenspray, Wasser, Sonnencreme sowie eine Kopfbedeckung bei sich zu haben. Die Kleidung sollte bequem und leicht sein, Hemd oder Shirt, lange oder kurze Hose.

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